Schlaganfall

Bei einem Schlaganfall kommt es bei ca. 79 % der Fälle zu einem Verschluss eines gehirnversorgenden Blutgefäßes, z. B. durch ein Blutgerinnsel. Dies führt zu einer Mangeldurchblutung. Knapp 13 % der Patienten erleiden aufgrund geschädigter Gefäße o.ä. genau deas Gegenteil, nämlich eine Blutung im Gehirn. In beiden Fällen ist aufgrund einer lokalen Durchblutungsstörung die Versorgung für bestimmte Regionen des Gehirns nicht mehr ausreichend.


Häufigkeit

Rund die Hälfte der überlebenden Schlaganfallpatienten bleibt ein Jahr nach Ereignis dauerhaft behindert und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Aufgrund unserer älter werdenden Gesellschaft ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Schlaganfallerkrankten in den nächsten Jahrzehnten drastisch ansteigt. Das Krankheitsbild Schlaganfall stellt somit eine der bedeutendsten Herausforderungen für das Gesundheitssystem dar.

Symptome

Die Sympome für einen Schlaganfall können individuell sehr unterschiedlich sein, auch in der Stärke der Ausprägung. Dazu zählen:

  • Sehstörung
  • Einschränkung des Gesichtsfeldes
  • Störungen des räumlichen Sehens und Doppelbildersehen
  • Sprach- und Sprachverständnisstörung
  • Lähmung, Taubheitsgefühl
  • Gestörtes Berührungsempfinden
  • Herunterhängender Mundwinkel - diese Ausfälle können sich auch im Bein und am Arm bemerkbar machen (Fallfuß und Fallhand)
  • Schmerzhafte Schulter
  • Instabile Kniegelenksfunktion während des Stehens
  • Rumpfinstabilität
  • Schwindel mit Gangunsicherheit
  • Spastiken unterschiedlicher Ausprägungen und Schweregrade

Rehabilitation

Im Bereich der Neurologischen Rehabilitation gibt es ein so genanntes Phasenmodell. Zunächst wird der Patient durch den behandelnden Arzt und Therapeuten in seinem Hilfebedarf eingeschätzt. Je nach Hilfebedarf des Patienten kommt für ihn eine bestimmte Rehabilitationsphase in Frage. Die Neurologische Rehabilitation ist in die folgenden Phasen eingeteilt:

  • Phase A: Medizinische Akutbehandlung
  • Phase B: Medizinisch-therapeutische Rehabilitation. Frührehabilitation, teilweise noch mit schwersten Beeinträchtigungen (Koma). Schwerstbetroffene Patienten, die nur bedingt an der Behandlung mitwirken können
  • Phase C: Medizinisch-therapeutische Rehabilitation. Beeinträchtigung der Selbstversorgung
  • Phase D: Medizinisch-therapeutische Rehabilitation. Bewegung auf Stationsebene möglich
  • Phase E: Medizinisch-berufliche Rehabilitation. Wiedereingliederung, ggfs. Neuorientierung
  • Phase F: Behandlungspflege, zustandserhaltende Maßnahmen

In der Akutversorgung hat sich in den letzten Jahren bereits viel getan. Mit modernen Hilfsmittellösungen verfolgt Ottobock das Ziel, die Rehabilitation im Anschluss an die Akutversorgung stärker in den Fokus zu rücken. Angefangen bei Rollstühlen, die in der Frühphase der Rehabilitation unterstützen über Produkte bei Fußheberschwäche (Orthesen, funktionelle Elektrostimulation FES als Oberflächenstimulation) bis hin zu Orthesen, die Schulter, Knie und Handgelenk stabilisieren bietet Ottobock ein breites Portfolio an modernen Produktlösungen.

Die dargestellten Produkte zeigen Versorgungsbeispiele. Ob ein Produkt für Sie tatsächlich geeignet ist und ob Sie in der Lage sein werden, die Funktionalität eines Produktes voll auszuschöpfen, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem Ihre körperliche Verfassung, Ihre Fitness und eine detaillierte ärztliche Untersuchung. Ihr Arzt oder Orthopädietechniker entscheidet auch, welche Versorgung für Sie am besten geeignet ist. Wir unterstützen Sie gerne.



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