Prothetische Versorgung

Nach Ihrer Amputation sollten Sie mit der für Sie optimalen Prothese versorgt werden. Welche Prothese für Sie in Frage kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Einfluss auf die Auswahl der für Sie geeigneten Prothese haben zum Beispiel Ihre körperliche Fitness und Gesundheit, die Amputationshöhe, Ihre Ansprüche an die Prothese und Ihr berufliches und privates Umfeld. Ihr Orthopädie-Techniker berät Sie bzgl. all dieser Aspekte und Sie wählen gemeinsam mit ihm die Prothese und die entsprechenden Passteile aus.


Prothesen

Wie in der Medizintechnik generell dient auch bei der Weiterentwicklung von Prothesen die Natur als Vorbild, dem sich die modernen Hightech-Prothesen Schritt für Schritt immer mehr annähern. Dabei stellt vor allem die Sensibilität des Menschen eine Herausforderung dar, da sie nur schwer zu simulieren ist. Dennoch erfüllt Ihre Prothese viele unverzichtbare Funktionen: Sie stellt einen großen Teil Ihrer Mobilität wieder her und trägt dazu bei, dass Sie Ihren Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen können. Durch das Tragen Ihrer Prothese vermeiden Sie Haltungsschäden oder Gleichgewichtsstörungen, die aufgrund des fehlenden Gewichts Ihres amputierten Beins entstehen können. Darüber hinaus verhindern Sie durch das Tragen Ihrer Prothese, dass Ihr erhaltenes Bein überlastet und langfristig beeinträchtigt wird.

Ihr Orthopädietechniker

Wenn der Beinstumpf abgeheilt ist und Sie sich wieder in einer guten körperlichen Verfassung befinden, beginnt die Versorgung mit Ihrer endgültigen Prothese. Allerdings wird Ihr Orthopädie-Techniker Sie schon vorher begleiten und Ihnen zunächst einige Fragen stellen, um auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche eingehen zu können. Zudem wird er bereits kurz nach der Amputation Ihren Stumpf untersuchen und herausfinden, ob für Sie eine Interimsprothese in Frage kommt. Wenn Sie es wünschen oder Ihr Orthopädie-Techniker es für notwendig hält, wird zudem ein Arzt Ihre Versorgung begleiten.

Nach diesen ersten Untersuchungen wird Ihnen Ihr Orthopädie-Techniker verschiedene Versorgungsmöglichkeiten vorschlagen und diese mit Ihnen besprechen. Dabei sind drei Themen von zentraler Bedeutung:

  • Die Paßteilauswahl
  • Der Prothesenschaft
  • Der Prothesenaufbau

Erst wenn alle drei Themen hinreichend ausdiskutiert sind und die Ergebnisse Ihren Anforderungen und denen des Rehabilitationsteams entsprechen, geht es einerseits an die Anpassung des Schafts, andererseits wählt Ihr Orthopädie-Techniker die Prothesenpassteile basierend auf dem Mobis® System aus. Danach kann die Prothese fertig gestellt werden, d. h. die Prothese wird endgültig gefertigt und erhält eine kosmetische Verkleidung.

Prothesenaufbau

Wenn der Schaft nach mehreren Anproben seine richtige Passform erreicht hat und die Prothesenpassteile ausgewählt sind, werden Schaft und Passteile zusammengebaut. Dieser Prothesenaufbau kann von Patient zu Patient variieren, da zum Beispiel Körperhaltung und -größe mit hineinspielen.

Ihr Orthopädie-Techniker orientiert sich beim Aufbau der Prothese an den Ergebnissen der Untersuchungen und auch an gegebenen Richtlinien.

Ist die Prothese dann fertig, finden weitere Anproben statt. Dabei überprüft der Orthopädie-Techniker mit Hilfe einer technischen Ausstattung, dem sogenannten L.A.S.A.R. Posture, den Prothesenaufbau und passt die Prothese präzise an Ihre Bedürfnisse an. Danach können Sie die ersten Schritte mit Ihrer neuen Prothese machen.



Die dargestellten Produkte zeigen Versorgungsbeispiele und eine Auswahl der Produkte von Ottobock. Ob ein Produkt für Sie geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrer körperlichen Verfassung, Ihrer Fitness und einer detaillierten ärztlichen Untersuchung ab. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.